Umsonst nach Lichtenberg, Wut und Freude in Spandau

Die Fahrt nach Lichtenberg mit Georg Wolf und Erik Kuhlig stellte sich nach dem Wiegen schnell als Pleite dar, denn die Gegner für beide standen nicht zur Verfügung.
Schlimmer war die am nächsten Tag stattfindende Veranstaltung in Spandau.
Eigentlich sollten boxen „Zecke“ Hamoud, Vladimir Bekler, Mamaa Diallo und zu guter letzt Damir Gabaidulin.
Damir war der Erste, der mir absagen musste wegen einer Handverletzung.
Vladimir rief mich einen Tag vorher an, er bekomme eine Erkältung und kann nicht antreten.
Mamaa mit dem ich mich am Sonntagmorgen um 9.15 Uhr verabredet hatte um Zecke um 9.35 auf der Weiterfahrt mitzunehmen, erschien erst gar nicht.
Ich war absolut komplett mit den Nerven fertig, so eine Frechheit!!
Ma hatte mich das 2. Mal angeschissen.

Gott sei Dank fand der Kampf Ahmad Hamoud gegen Firat Tekin Olympia 75 statt.
Es war ein hervorragendes Gefecht in dem „Zecke“ seinem Namen alle Ehre machte.
Er setzte seinen Gegner von Anfang an unter Druck.
Serien zum Körper und Kopf konnte F. Tekin schon in der 1. Runde nicht gänzlich vermeiden.
In der 2. Runde traf der Olympianer mit harten Einzeltreffern um den Rückstand wett zu machen, was aber nicht gelang.
In der 3. Runde war F. Tekin nicht mehr in der Lage den ständig, unbändig angreifenden Zecke nur halbwegs abzuwehren, denn die Serien vom Körper zum Kopf zermürbten ihn vollends.
Der einstimmige Punktsieg nach 2½ Jahren Boxpause ist nun in der Männerelite ein Paukenschlag.
„Zecke“ das war Dein bester Kampf bisher.

N.G.